Kilometerlange Staus aus deutschen Autobahnen vor allem zur Hauptreisezeit im Sommer ärgert nicht nur die Urlauber, die früh am Morgen schon wegfahren, nur um möglichst früh auch am Urlaubsort anzukommen, um so möglichst viel von ihrem Urlaub zu haben, sondern auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Geht es nach ihm, so müssen die Baustellenarbeiter auf Autobahnen künftig länger arbeiten. Dabei haben diese einen sehr gefährlichen Job und sind froh, wenn sie erst einmal ihre Rentenversicherung in Anspruch nehmen können. Denn immer wieder werden sie auch von Autofahrern angepöbelt, wenn diese im Stau stehen und gerade direkt an der Baustelle vorbeifahren.
Es geht Ramsauer letztlich aber darum, dass die Baustellen auf den Autobahnen schneller abgeschlossen werden können. Daher sollte dort sowohl an Werktagen wie an Wochenenden während es Tageslicht gibt, gearbeitet werden. Das heißt die Bauarbeiten auf den Autobahnen sollen künftig generell täglich von Tagesanbruch bis zur Dunkelheit laufen, und das auch an den Wochenenden.
Nach Angaben des Verkehrsministeriums lag in 2009 die durchschnittliche Arbeitsdauer je Arbeiter auf Autobahnbaustellen bei ca. 50 Stunden pro Woche. Arbeitnehmer aus anderen Branchen müssen im Schichtdienst auch länger arbeiten. Das oberste Ziel von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ist es, den Kampf gegen die vielen Autobahnstaus über einen sehr langen Zeitraum hinweg zu minimieren. Ramsauer ist jedoch bei alle dem Durchsetzungsvermögen, das hier an den Tag gelegt wird, sich auch darüber im Klaren, dass es bei Reparaturen oder Straßenausbauen auch technische Grenzen gibt. Denn auch Ramsauer weiß, dass sich zum Beispiel Beton erst einmal verfestigen muss oder der Asphalt aushärten muss, damit die Straßen auch in einem einwandfreien Zustand übergeben werden können. Allerdings ist bei dem zeitlichen Thema auch das Geld wieder ein Thema, das nicht tabuisiert werden darf. Denn es drohen in Folge des Haushaltsdefizits unter Umständen auch Kürzungen im Etat beim Verkehrsministerium. Doch Ramsauer beschwichtigt auch hier: Er wähnt den Finanzminister auf seiner Seite.
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